In den Tälern des Berchtesgadener Landes erzählt man sich die Sage vom grausamen König Waze. Gemeinsam mit seiner Frau und den Kindern unterjochte er das Volk. Als er eines Tages einer Bauernfamilie gewaltsam das Leben nahm, traf den König ein mächtiger Fluch. Gott verwandelte die gesamte Königsfamilie zu Stein. Seit diesem Tag ragt der Watzmann mit seinen Gipfeln bis zu 2.713 m hoch in den Himmel. Wie auch immer der Watzmann tatsächlich entstanden sein mag, er ist der höchste Berg im Berchtesgadener Land und zugleich einer der schönsten Berge in den Alpen.

 

Der Watzmann überragt weithin sichtbar die Berchtesgadener Alpen

 

 

 

Letzte Schritte auf dem steilen Grad unterhalb des Watzmannhauses

 

Vor uns lagen 1300 Höhenmeter.

Bei unbeständigem Wetter beschloss ich gemeinsam mit meinem Freund Manfred, den Watzmann ein Stück hoch zu besteigen. Ausgangspunkt war der Parkplatz bei der Wimbachbrücke in Ramsau. Das Ziel sollte das Watzmannhaus in 1.930 m Höhe sein. Bis dorthin galt es auf dem rund 6,7 km langen Anstieg 1.300 Höhenmeter zu überwinden.

Herrliche Aussicht auf die Hochalpen

Die „Audienz bei König Waze“ gestaltete sich für uns „Gelegenheitskraxler“ zum schweißtreibenden Unterfangen. Belohnt wurden unsere Mühen mit der herrlichen Aussicht auf die grandiose Landschaft der Hochalpen. Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt am Watzmann hielt beim Abstieg noch einige Überraschungen für uns bereit.

 

 

Begegnung mit seltenen Tierarten

Zufällig hatten wir eine sehr erfreuliche Begegnung mit einem Birkhahn. Diese Vögel sind in Deutschland vom Aussterben bedroht. Man schätzt den gesamten Bestand hierzulande auf nur noch knapp über 1000 Tiere. Ein Regenschauer lockte die Alpensalamander aus ihren Verstecken. Gleich mehrere dieser seltenen Amphibien konnte ich am Wegesrand entdecken. Für mich als Naturliebhaber bleiben diese Begegnungen unvergessliche Erlebnisse.