Ziel dieses Abenteuers war der Röthbachfall in einem gewaltigen Talkessel unterhalb vom Steinernen Meer. Mit dem Elektroboot fuhren wir von Sankt Bartholomä entlang der Mündung des Eisbachs, vorbei am Schrainbach-Wasserfall bis hin zur Anlegestelle Salet. Von dort aus gingen wir zu Fuß weiter in Richtung Obersee, vorbei an der Fischunkelalm und schließlich hinauf in den Talkessel mit seinen steilen Felswänden.


Vom Wasserfall zum Grundwasserstrom

Das Wasser des Röthbachfalls stürzt aus 1.250 m Höhe bis zu 470 m in die Tiefe. Damit ist der Röthbachfall Deutschlands höchster Wasserfall. Das Wasser stammt aus dem Steinernen Meer, einem weitläufigen Hochplateau der Alpen. Unterhalb des Wasserfalls sammelt sich das Wasser zunächst in einem kleinen See. Dort versickert es gemeinsam mit dem Wasser aus anderen Zuläufen im karstigen Untergrund des Talkessels. Seine weitere Reise legt der Röthbach von nun an als Grundwasserstrom zurück. Am Seegrund des Obersees tritt das Wasser wieder aus dem Erdinneren und sorgt so für einen ständigen Frischwasserzulauf. Übrigens, die Wasserqualität des Röthbachs ist hervorragend. Ich genoss gleich ein eigens abgefülltes Fläschchen des belebenden Bergelixiers.


Lauschige Plätze laden zum Verweilen ein.

Außer dem Wasserfall gibt es im Talkessel noch viel mehr zu entdecken. So beherbergt er zahlreiche seltene Vertreter der Tier- und Pflanzenwelt. Lauschige Plätze laden zum Verweilen ein. Schnell vergisst man Alltagssorgen an diesem magischen Ort. Man darf jedoch nicht vergessen, dass man sich im Nationalpark befindet. Der schonende Umgang mit den Geschöpfen der Natur sollte für jeden Besucher selbstverständlich sein.


Ein schöner Tag neigte sich dem Ende und so machten wir uns auf den Rückweg zur Anlegestelle Salet. Dort galt es, das letzte Boot für die Rückfahrt nach Schönau zu erreichen. Während der Rückfahrt verabschiedete sich der Himmel noch mit einem Regenguss. Die Wanderung zum Röthbachfall war ein fantastisches Abenteuer mit vielen tollen Eindrücken!