Im Osten Deutschlands gibt es eine Stadt, zu deren Wahrzeichen der Großvater gehört. Der „betagte Herr“ aus der Kreidezeit steht am Rande der Stadt Blankenburg. Beim Großvater handelt es sich um eine herausragende Felsformation aus hartem Sandstein. Der Großvaterfelsen gehört zur Harzer Teufelsmauer und steht in einem der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. In 317 m Höhe bietet der Großvater vom Felsplateau aus eine weitläufige Rundumsicht auf die Stadt Blankenburg und das ländliche Umland.

Der schmale Kammweg führt über Stock und Stein.


Trittsicherheit ist Voraussetzungen für einen Besuch beim Großvater


Zum Auftakt unseres Harzaufenthaltes entschlossen Andrea und ich uns spontan zu einer Klettertour auf der Teufelsmauer. Nach kurzem Anstieg ab Blankenburg, erreichten wir den Großvaterfelsen. Dort fanden wir den perfekten Einstieg in den Löbbeckestieg, ein mit Eichen und Kiefern umsäumter Rundweg auf dem Kamm der Teufelsmauer. Der Stieg fordert von seinen Besuchern Trittsicherheit und Spaß am Klettern. Über Stock und Stein führt der schmale Kammweg, vorbei an beeindruckenden Felsformationen mit skurrilen Namen.



Donnergrollen nahe der Teufelsmauer

An diesem Tag waren wir die einzigen Abenteurer auf der Teufelsmauer. Das Wetter war unbeständig und Gewitter waren angekündigt. Nur wenige Kilometer von uns entfernt trieben Blitz und Donner ihr Unwesen. Ein stets drehender Wind erschwerte uns die Einschätzung über den Verlauf des Unwetters. Wir entschieden uns, die Tour fortzusetzen. Schließlich verlieh die Szenerie ein wenig das Gefühl, als seien wir in eine Zeit zurückversetzt, in der sich Mammut und Höhlenbär Gute Nacht sagten. Letztendlich blieben wir vom Gewitter verschont.


Nach einigen Stunden Entdeckungstour kamen wir zurück zum Ausgangspunkt. Für uns passionierte Naturfreunde war dieser Ausflug ein herrliches RUCKSACKEN-Abenteuer, gleich am Tage unserer Anreise.