Die Felswände im Naturschutzgebiet Bodetal bilden mit bis zu 280 m Tiefe eine der bedeutendsten Schluchten nördlich der Alpen. Zwischen Treseburg und Thale hat sich der Gebirgsfluss Bode tief in den Harzer Granitfels gefressen. Die Bode entspringt mit zwei Quellbächen am Brocken. Von dort bahnt sich der naturnahe Fluss seinen 169 km langen Weg bis nach Nienburg, wo die Bode in die Saale mündet.

Heimat einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt

Das Bodetal ist bekannt für seine klimatischen Besonderheiten. Im Vergleich zum Umland sind durchschnittlich die Temperaturen niedriger und die Niederschlagsmengen höher. Sonnige Südhänge wechseln sich ab mit schattigen Nordhängen. Die klimatischen und geologischen Besonderheiten schaffen die Grundlage für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Somit ist das Bodetal ein wunderbares Erkundungsgebiet für Naturfreunde.


Das Bodetal zählt zu den tiefsten Schluchten nördlich der Alpen


Wir starteten unsere Tour morgens in Treseburg. Mit dabei waren Theresa, Fabian und die Hündin Lilly. Schon bald mussten wir feststellen, dass an diesem Tag das Bodetal von vielen Wandersleuten besucht wurde. Ein Umstand, der das Naturerlebnis deutlich einzuschränken drohte. Wir beschlossen daher, den offiziellen Wanderweg zu verlassen.

Ein schmaler, steil ansteigender Pfad führte uns entlang eines Bachlaufs hinein in die Wildnis. Fortan galt es rutschige Geröllfelder zu überqueren, Felsen zu erklettern und über so manchen umgekippten Baum zu balancieren. Einige Höhlen im Fels weckten besonders unser Interesse. Zwangsläufig stellte sich uns die Frage, ob da wohl einst prähistorische Jäger Unterschlupf gefunden haben mögen.


Fitness , Trittsicherheit und festes Schuhwerk sind im wilden Bodetal erforderlich


Immer tiefer führte uns der Pfad hinauf in dichten naturbelassenen Laubmischwald. Leider endete der schöne Wildnispfad für unseren Geschmack viel zu früh auf einen geschotterten Waldweg oberhalb des Bodetals. Nach einer kurzen Rast am Friedrich-Wilhelm-Leopold-Pfeil-Denkmal setzten wir unseren Weg fort zum Rosstrappenfelsen, einen markanten Aussichtspunkt hoch über der Schlucht des Bodetals.


Nach steilem Abstieg, wieder in Treseburg angekommen, konnten wir am späten Nachmittag eine eindrucksvolle RUCKSACKEN-Tour abschließen. Voraussichtlich war das nicht unser letzter Besuch in dieser herrlichen Landschaft.