Am Ostufer einer der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, der Kieler Förde liegt Laboe. Die Gemeinde Laboe liegt am Westufer der Probstei, einer waldreichen, mit Seen durchzogenen Landschaft an der Ostsee. Nur 10 km von der Stadt Kiel entfernt, entwickelte sich Laboe zu einem beliebten Urlaubsort.


Zu Ehren der gefallenen Marinesoldaten im Ersten Weltkrieg errichtete der Deutsche Marinebund in den Jahren 1927 bis 1936 das 72 m hohe Marine-Ehrenmal. Weithin sichtbar mahnt es heute alle Nationen zu einer friedlichen Seefahrt auf freien Meeren.



Im Jahr 1992 war ich erstmals in Laboe gewesen. Damals verzichtete ich auf die Besichtigung des Ehrenmals. Der diesjährige Ausflug galt daher vorrangig dem Besuch des imposanten Bauwerkes. Während Andrea und Hündin Paula schon mal den Strand erkunden gingen, war mein Ziel, auf die oberste Aussichtsplattform zu gelangen.

Die Ostsee von Oben

Im Ehrenmal gibt es 2 Aufzüge aber als RUCKSACKER verschmäht man diese. Das ist nunmal Ehrensache. ;-) Mit dem Rucksack auf dem Rücken und der Kamera um den Hals stieg ich die 341 Stufen bis zur Plattform hinauf. Dort oben angekommen atmete ich zunächst einmal tief durch, dann genoss ich die herrliche Aussicht auf die 85 m unter mir liegende Ostsee. Weithin lies ich meinen Blick in alle Himmelsrichtungen schweifen. Ich konnte die nördliche Seite der Eckernförder Bucht erblicken und die Schiffe, die den Nord-Ostsee-Kanal passierten.


Blick vom Marine-Ehrenmal über die Kieler Bucht und die Eckernförder Bucht


Unten am Strand erblickte ich Andrea und Paula. Sie waren durch die Distanz auf Insektengröße geschrumpft. Ich genoss noch eine Weile die Aussicht und schoss einige Fotos. Schließlich machte ich mich zu Fuß an den Abstieg, hinunter zu meinen Liebsten an den Strand.


Auf der Rückfahrt legten wir noch einen kurzen Stopp in Kiel ein, um den schönen Leuchtturm Holtenau zu besichtigen. Der Leuchtturm weist den Seefahrern seit 1895 den Weg in die Zufahrt zum Nord-Ostsee-Kanal.