In Schleswig-Holstein, im Kreis Rensburg-Eckernförde liegt der Naturpark Hüttener Berge. Vor nahezu 12.000 Jahren verdrängte die Klimaerwärmung die Gletscher der letzten Eiszeit in nördlicher Richtung, ins heutige Skandinavien. Durch die Vor- und Zurückbewegungen des Eises entstand das weitläufige Hügelland Hüttener Berge mit Anhöhen von über 105 m NHN. Im Jahr 1971 wurden rund 220 km² der Landschaft zum Naturpark erklärt.

Moorleichen als Zeugen einer frühen Besiedlung

Heute sind die Hüttener Berge geprägt von alten Laubwäldern, großen Seen, blühenden Heideflächen und unheimlichen Mooren. Der Mensch siedelt in dieser Gegend bereits seit langer Zeit. Funde von Moorleichen aus der Eisenzeit z. B. „Mädchen von Windeby“ und „Mann von Osterby“ deuten auf eine frühe Besiedlung der Gegend hin. Heutzutage nutzt der moderne Mensch den Naturpark für den Ackerbau und als Naherholungsgebiet. Darüber hinaus sind die Hüttener Berge ein beliebtes Urlaubsziel.

Die abwechslungsreiche Landschaft und die Geschichten über Moorleichen gaben uns Anlass zur Erkundung der Hüttener Berge. Andrea und ich begaben uns gemeinsam mit Paula auf eine 2-tägige RUCKSACKEN-Tour in den Naturpark.


Wittensee

Windebyer Noor

Relikte der Eiszeit in den Hüttener Bergen

Unsere Ziele waren der Wittensee und das Windebyer Noor. Außerdem durchquerten wir die Binnendünen in der blühenden Sorgwohlder Heide mit seinen lebensfeindlichen Mooren. Eines vorweg: Uns begegnete keine Moorleiche ;-) Die großflächigen Binnenseen waren herrlich anzusehen. Wir hatten einige erfreuliche Begegnungen mit tierischen Bewohnern und schließlich lud der kalte Wittensee zu einem erfrischenden Bad mit Hündin Paula ein.


Badespaß im kalten Wittensee

Da die Feriensaison bereits vorbei war, fanden wir in den Hüttener Bergen viel Ruhe und Entspannung. Von Touristen war nicht viel zu sehen. Mancherorts konnten wir die Natur in stiller Einsamkeit genießen. Der Ausflug in die Hüttener Berge war ein schönes Abenteuer draußen.