Schmetterlinge: Boten des Sommers
Naturaufnahmen mit Einblicken in die Lebensweise der Schmetterlinge in Deutschland
Schmetterlingsfotos:
Schmetterlinge gehören zu den artenreichsten Insekten überhaupt: In Mitteleuropa sind über 4.000 verschiedene Arten bekannt, wobei immer wieder neue entdeckt werden – vor allem kleine Nachtfalter, die lange Zeit übersehen wurden. Weltweit sind sogar mehr als 160.000 Arten bekannt. Damit übertreffen Schmetterlinge viele andere Tiergruppen bei Weitem.
Sobald im späten Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen die Blumen zum Blühen bringen, flattern die wenigen überwinternden Falter wie der Zitronenfalter oder das Tagpfauenauge durch Gärten und Parks. Der Zitronenfalter kann dabei ein erstaunliches Alter erreichen. Einige Tiere leben fast ein ganzes Jahr und gehören damit zu den langlebigsten Schmetterlingen überhaupt. Ab Juni entfaltet sich dann die volle Pracht: Zahlreiche farbenfrohe Arten bevölkern Wiesen, Waldränder und blühende Gärten und suchen eifrig nach Nektar. Einige legen auf der Suche nach geeigneten Lebensräumen sogar mehrere Kilometer zurück.
Tagfalter erkennt man oft an ihren keulenförmigen Fühlern und ihren meist leuchtenden Farben. Viele von ihnen ruhen mit zusammengeklappten Flügeln und wärmen sich morgens in der Sonne auf. Im Gegensatz dazu sind viele Nachtfalter dezenter gefärbt und meist erst in der Dämmerung oder nachts aktiv. Ihre Fühler sind häufig gefiedert oder fadenförmig und besonders gut dazu geeignet, Duftstoffe wahrzunehmen. Es gibt allerdings auch Nachtfalter, die tagsüber unterwegs sind. Ein Beispiel sind manche Widderchen, die mit ihren auffälligen Farben Giftigkeit signalisieren… (Weiterlesen)
Edelfalter (Nymphalidae)
Ritterfalter (Papilionidae)
Bläulinge (Lycaenidae)
Weißlinge (Pieridae)
Augenfalter (Satyridae)
Dickkopffalter (Hesperiidae)
Widderchen (Zygaenidae)
Schwärmer (Sphingidae)
Spanner (Geometridae)
Eulenfalter (Noctuidae)
Klein-Schmetterlinge
Von der Raupe zum Schmetterling
Alle Schmetterlinge durchlaufen einen faszinierenden Lebenszyklus: Aus dem Ei schlüpft zunächst eine oft sehr gefräßige Raupe, die sich dann in eine Puppe verwandelt. Aus dieser schlüpft schließlich der filigrane Falter. In der Puppe findet eine vollständige Umwandlung statt: Organe werden neu gebildet, Raupengewebe abgebaut und Flügel angelegt.
Um sich vor hungrigen Vögeln und anderen Feinden zu schützen, setzen viele Schmetterlinge und ihre Raupen auf raffinierte Tarnung oder täuschende Mimikry. Sie ahmen durch Farbe oder Muster andere Tiere nach oder tarnen sich als unscheinbarer Teil ihrer Umgebung. So sehen manche Raupen wie Vogelkot aus und einige Falter gleichen trockenen Blättern, sodass sie selbst aus nächster Nähe kaum zu erkennen sind.
Mit ihrer Vielfalt an Formen und Farben sind Schmetterlinge nicht nur wichtige Bestäuber vieler Pflanzen, sondern auch empfindliche Indikatoren für den Zustand der Umwelt. Da sie auf bestimmte Futterpflanzen und Lebensräume angewiesen sind, reagieren sie schnell auf Umweltveränderungen. Gleichzeitig sind sie ein unverzichtbarer Teil des Ökosystems.
Schmetterlinge dienen zahlreichen Tieren, darunter Vögel, Fledermäuse und Spinnen, als Nahrungsquelle. Sie verbinden als Bestäuber und Beutetiere zahlreiche Glieder im Netz des Lebens. Leider ist seit Jahren ein Rückgang bei vielen Schmetterlingsarten zu verzeichnen, was auf den schädigenden Einfluss des Menschen auf die Lebensräume der Schmetterlinge und ihrer Raupen zurückzuführen ist.





















































































